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Dunlop motorcycle

Me & My Dunlops

Stolz präsentieren wir Ihnen den ersten Artikel aus unserer neuen Serie „Me and My Dunlops“. Diese Serie ist den Abenteurern unter Ihnen gewidmet. Sie erzählen uns von Orten und Schauplätzen, die Sie mit Ihren Dunlop-Reifen erkundet haben, und wohin es Sie dabei genau verschlagen hat.

Georges Boussingault aus Brüssel erzählt uns, wie er mit Vertrauen gefahren ist...

Marhaba-Treck 2008
Seit über zehn Jahren können zahlreiche Motorradfahrer dank den Marhaba-Trecks der gemeinnützigen Organisation Bel-Raid die offenen Weiten von Ländern wie Marokko, Mauretanien, Mali und Niger erleben. Bel Raid steht unter dem Vorsitz von Patrick Lebon, einem früheren Enduristen, der in Afrika zum Adventure-Fahrer wurde. Im Herbst 2008 nahm Patrick seine „Marhaba-Abenteurer“ mit auf eine Entdeckungsreise durch Marokko, auf einen Treck namens Chegaga 2008.

Marokko bietet eine ganz besondere landschaftliche Vielfalt – von weißen Sandstränden an der Atlantikküste über schneebedeckte Gipfel des Atlasgebirges bis hin zu sandigen Strecken im Süden. Der Marhaba-Treck ist keine Rallye mit Zeitlimit, vielmehr handelt es sich dabei um eine sportliche Reise, auf der örtliche Sehenswürdigkeiten besichtigt werden können und das Tempo eine untergeordnete Rolle spielt.

Deshalb waren bei Chegaga 2008 genau dreißig Teilnehmer dabei. Der 2.600 km lange Rundkurs mit Start und Ziel in Marrakesch zog sich durch die marokkanische Landschaft und verlief durch Ouarzazate, Ait Youl, Alnif, Zagora, Chegaga, Tata, Taliouine und Ouirgane.

Sicherlich ist eine Harley mit 300 Kilo nicht das ideale Motorrad für eine solche Reise, wo die Straßen fast nur aus Furchen bestehen und mit Steinen und Sanddünen übersät sind. Mit einem leicht modifizierten Enduro sieht das allerdings ganz anders aus.

Für diese Tour brachte Jean-Marc Warrant, ein KTM-Händler mit viel Erfahrung im Bereich Überlandrallyes, mein Motorrad in Form. Zum ersten Mal stattete er meine KTM 525 EXC mit den Dunlop-Reifen D908 RR Rally Raid aus. Bislang war ich Reifen anderer Hersteller gewohnt und deshalb gespannt, wie sie sich auf einer so langen und anspruchsvollen Reise schlagen würden. Genau genommen, auf einer 2.600 km langen Tour durch Marokko.

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Abb. 1: Die Enduros bereit für das
afrikanische Abenteuer

Abb. 2: Der Dunlop-Reifen vor Beginn
unserer Reise

Am Samstag, den 1. November starteten wir vom Hotelparkplatz aus die 255 km lange Teilstrecke von Marrakesch nach Ouarzazate. Kaum zu glauben, aber es goss aus Eimern und war eiskalt. Im Süden Marokkos können Niederschläge schon gelegentlich vorkommen, aber das war ein gewaltiger Platzregen. Die Organisatoren trafen in weiser Voraussicht die Entscheidung, von der Geländeroute auf die Straße auszuweichen. So erreichten wir Ouarzazate über den Tichka-Pass trotz aller Wetterwidrigkeiten (Regen, starker Wind und Hagel).

Zu Beginn der zweiten Etappe, 200 km zwischen Ouarzazate und Ait Youl, war uns der Himmel wohler gesonnen. Diese führte uns auch über die Südseite der Atlaskette durch das Dadestal. Das erste Teilstück bestand aus einer ziemlich schnellen Strecke, die durch ein Wadi – ein ausgetrocknetes Flussbett – führte, dem wir einige Kilometer lang folgten.

Das zweite Stück führte uns durch kurvenreiche Pässe und Täler, mit dem schneebedeckten Atlasgebirge immer im Hintergrund, wo ausgetrocknete Straßen, gewaltige Wolken und majestätische Gipfel ein beeindruckendes Schauspiel boten.

Nach einem erholsamen Schlaf und ein paar Wartungsarbeiten (Wechseln des Luftfilters, Überprüfen von Flüssigkeitsständen und Kettenspannung – die Reifen lieferten soweit eine hervorragende Leistung), sah es so aus, als ob es auf unserer nächsten Etappe (346 km nach Alnif über Tinerhir und M’cissi) härter zur Sache ginge. Durch die heftigen Regenfälle der vergangenen Wochen, die in höheren Lagen zu Schnee übergingen, mussten wir den ersten Teil der Strecke umfahren. Dieser hätte mit einem äußerst beeindruckenden Bergpass begonnen. Der letzte Abschnitt brachte uns in den marokkanischen Süden über eine Strecke, die früher für die Paris-Dakar-Rallye genutzt wurde. Eine gute Navigation, Orientierungssinn und Vorsicht waren zu jeder Zeit gefordert. Es war eine schnelle, aber gleichmäßige Fahrt. Wir erreichten Alnif und das Inn of a Thousand Stars ohne weitere Vorkommnisse.

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Abb. 3: Ein Wadi entlang

Abb. 4: Schneebedeckte Gipfel

Nach einem solchen Tag war in der Nacht Erholung angesagt, um unsere Kräfte vor dem Start der vierten Etappe zu regenerieren. Diese war fast genauso lang wie die vorherige (323 km) und wir folgten der Marhaba-Karawane zur alten Karawanenstadt Zagora und dem vorzüglichen Gasthof, La Fibule du Draa. Diese extrem anspruchsvolle Strecke ist die perfekte Zusammenfassung für unsere Etappen durch die Sahara, d. h. viel Navigation, schnelle Abschnitte, viele Steine und das Durchqueren eines Schotts – eines ausgetrockneten Sees. So war es uns zwischen Alnif und Zagora über Tafraoute, Oum Jrane und Tazarine bestimmt nicht langweilig. Tatsächlich hatten wir ganz schön Respekt vor dieser Strecke! Technisch forderten uns kurvige, mit losen Steinen bedeckte Bergpässe, rutschige Wege, die sich die Berge hinauf wanden, kleine Wadis, die es zu Überqueren galt, sowie der rund zehn Kilometer lange Abschnitt entlang des Draa…welch landschaftliche Vielfalt, welche Pracht!

Nach einem etwas komplizierteren Ausklang auf kleinen Pfaden durch den großen Palmenwald bei Zagora war dieser Tag zu Ende und wir erreichten erschöpft aber glücklich das älteste Hotel der Stadt: La Fibule du Draa. Noch ein echtes Original, in dem wir auf marokkanisch willkommen geheißen wurden. Ohne Handy-Gebimmel sah man sich fast an den Anfang des 20. Jahrhunderts zurückversetzt, als die Stadt auf dem Weg nach Timbuktu noch eine nicht zu verpassende Haltestelle war.

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Abb. 5: Extrem schnelle Strecke auf dem
Weg nach Anif

Abb. 6: Verfahren ausgeschlossen…
einfach geradeaus

Unsere Tour wurde nach dem Ziel unserer nächsten Etappe benannt: 286 km zwischen Zagora und Erg Chegaga, wo Sand die steinigen Pisten ersetze. Als weite Ausdehnung der Dünen südlich von Zagora ist Erg Chegaga nur über einen Weg zu erreichen, wodurch sich nicht viele Touristen dorthin verirren – im Gegensatz zu Erg Chebbi in der Nähe von Merzouga.

Nach dem ersten Teilstück, das uns einen hohen Bergpfad hinauf führte, und dem Auftanken in Tagounite erreichte der Marhaba-Treck im Konvoi das Südufer des Draa über eine ziemlich mit Sand bedeckte Strecke. Der letzte, sandige und etwas chaotische Abschnitt brachte uns an das Erg Chegaga, wo wir uns in einem Biwak mit einem im Ganzen gebratenen Schaf stärkten. Das Aufstehen sollte sich schwierig gestalten, doch der Weckruf war außergewöhnlich. Der Sonnenaufgang hinter den überwältigenden Sanddünen bot ebenfalls ein ganz besonderes Schauspiel.

Leider bleib uns nicht viel Zeit für Besichtigungen. Nachdem wir das Gepäck auf die Motorräder verladen hatten, schwang sich jeder für die 250 Kilometer bis zur Stadt Tata zurück auf den Sattel. Nach einem ziemlich anstrengenden Start durch tieferen Sand machten wir uns auf den Weg zum Iriki-See, den wir an der Landzunge einige Kilometer lang überquerten.

Fast wie auf dem Mond

Wir tankten unterwegs auf und fuhren los auf einen Weg, der mit Steinhaufen gekennzeichnet war und früher für die Paris-Dakar-Rallye genutzt wurde. Dieser Weg entlang der Grenze zu Algerien lässt sich wegen algerischer Schmuggler nur in einer Richtung befahren. Allerdings führte er uns durch eine grandiose Landschaft, mitunter eine der schönsten im Süden Marokkos, inklusive Schluchten, Täler, Wadis und Furten. Ein derart unterschiedliches Gelände machte diese Etappe zu etwas ganz Besonderem. Wenige Kilometer vor dem Hotel spülten wir den Staub der sandigen Pisten mit Bier hinunter.

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Abb. 7: Hier besser nicht geradeaus fahren!

Abb. 8: Auftanken in Tagounite

Auf den nächsten zwei Etappen ließen wir die Wüstenregion des Südens hinter uns und machten uns auf nach Norden zur Überquerung der Atlaskette. Die erste Etappe bestand 275 km lang aus kleineren Wegen zwischen Bergen und Tälern. Wir fuhren mehrere Pässe hinauf (einer brachte uns auf mehr als 2.700 m Höhe) und zum Abschluss erreichten wir über eine atemberaubende Abfahrt die Stadt Taliouine. Taliouine ist die Safran-Hauptstadt der Welt. Allerdings ist die Stadt auch für die Überreste der Kasbah von Glaoui bekannt, einem der berühmtesten Paschas der marokkanischen Geschichte.

Nach einer kurzen Stadtbesichtigung und dem Erwerb von preiswertem Safran (zumindest für belgische Verhältnisse) machten wir uns auf zum PLM-Hotel, das noch ein wenig an die französische Kolonialzeit erinnert.

Die zweite Etappe durch das Atlasgebirge, und die somit letzte Teilstrecke unseres Trecks, brachte uns 200 km lang über prächtige Hochgebirgspässe von Taliouine nach Ouirgane. Hinter jeder Kurve verbarg sich ein neues Landschaftsbild, eines noch beeindruckender als das andere, und wie immer konnte ich mich während dieses imposanten Abschnitts auf meine Maschine und meine Dunlop-Reifen verlassen. Wir fuhren einen letzten atemberaubenden Bergpass hinauf, bevor wir uns bergab in Richtung Ijoukak begaben. Nach rund zwanzig Kilometern auf der Straße endete der Treck in Ouirgane im Hotel Auberge du Sanglier qui Fume.

Diesen letzten Abend verbrachten wir bei gutem Essen und einer Ehrung der verdientesten Teilnehmer mit symbolischen Preisen.

Nach über einer Woche purem Vergnügen in der weiten Wildnis sowie den Wüstengebieten war es an der Zeit, nach Marrakesch und dem dort vorherrschenden Verkehrsaufkommen zurückzukehren. Die letzte, 120 km lange Straßenetappe brachte uns nur allzu schnell dorthin zurück.

Was lässt sich zum Abschluss von Chegaga 2008 sagen? 2.600 zurückgelegte Kilometer, keine größeren Zwischenfälle, sondern dank perfekter Organisation nur pures Vergnügen, ein genaues und abwechslungsreiches Roadbook sowie, mehr als alles andere, vielen Dank an eine Gruppe von Teilnehmern, die sich gegenseitig unterstützte und stets eine gute Reisebegleitung war.

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Abb. 9: Die Dünen von Erg Chegaga

Abb. 10: Kleines Wadi mitten in der Wüste

Ein letztes Dankeswort möchte ich an Jean-Marc Warrant für die gute Vorbereitung meines Motorrads, KTM sowie an Dunlop für die Reifen richten. Denn die Dunlop D908 Rally Raid-Reifen zeigten auf der 2.600 km langen Reiseroute, die zu einer der anspruchsvollsten zählt, keine einzige Schwäche. Sie bilden die perfekte Balance aus Straßenlage und Festigkeit, sowohl auf steinigem als auch sandigem Untergrund. Nur wenige All-Terrain-Reifen können sich bei derart schwierigen und unterschiedlichen Bedingungen mit einer solchen Leistung rühmen.

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Abb. 11: Überreste der Kasbah von
Glaoui in Taliouine

Abb. 12: Dunlop D908 Rally Raid nach
2.600 Kilometern

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